Ortsvorsteher für Sinzig

Gunter Windheuser

Bericht zur Ortsbegehung am Ufer der Ahr

Für Samstag den 19.03.2022 hatte der Ortsbeirat zur Ahruferbegehung eingeladen.

Rund 40 Sinziger Bürger waren der Einladung gefolgt und fanden sich bei frühlingshaftem Wetter zur Ahrbegehung ein.
Viele Ideen, Anregungen und Fragen zeigen auf, dass bezüglich der Neugestaltung und Instandsetzung des Ahrufers großes Interesse besteht.

Brücken

Mit der Julikatastrophe wurden der Spessartsteg, der Christinensteg und die Brücke an der Ahrmündung weggerissen.
Beim Aufbau der Brücken ergeben sich neue gesetzlich Vorgaben, so müssen alle drei Fußgängerbrücken rund einen Meter höher als bisher angelegt werden.
Beim Spessartsteg, der Verbindung zwischen Hohenstaufenstrasse und Schwanenteich, ist die Situation kompliziert.
In der scharfen Kurve am Ende der Brücke kam es schon öfter zu gefährlichen Begegnungen von Radfahrern und Fußgängern„, so ein Teilnehmer. Durch die Erhöhung um rund einen Meter würde die Situation noch verschärft.
Hier muss ein größerer Bogen gebaut werden und dazu brauchen wir mehr Platz„, so Ortsvorsteher Gunter Windheuser. „Zusammen mit einem Ingineurbüro werden wir prüfen, wie die Auffahrt der Brücke gestaltet werden soll und ob gegebenenfalls Land dazugekauft werden muss.
Ebenfalls wird geprüft, ob der Spessartsteg nicht besser an einer anderen Stelle wieder aufgebaut wird.

Christinensteg

Der Christinensteg am Schulzentrum wird durch das THW aufgebaut und in der ersten Aprilwoche benutzbar sein. Auch hier wird bedingt durch die höheren Auffahrten eine neue Gestaltung der Einmündung auf den Radweg notwendig.

Die Brücke an der Mündung in den Rhein ist problematisch im Aufbau, was jedoch nicht an mangelnder Fläche liegt, sondern an Auflagen und Überlegungen der SGD-Nord im Naturschutzgebiet Ahrmündung keine Genehmigung zu erteilen.
Hier werden auch die erheblichen Zerstörungen des Radwegs in Richtung Bootshaus einbezogen. Es wird geprüft, die Brücke flussaufwärts in Höhe Verlängerung der Römerstrasse / Am Dorn zu verlegen. Das würde allerdings eine Unterbrechung des europaweit ausgebauten Rhein-Radwegs bedeuten.

Brücke Kölner Straße

Bei der Brücke der Kölner Straße fiel auf, dass hier vor dem Mittelpfeiler sehr viel Material aufgeschüttet wurde und der Durchfluss der Ahr stark eingeengt wurde.
Man regte an, dass hier die Möglichkeit geprüft werden sollte, hinreichend Durchflusspotenzial zu schaffen und den zweiten Bogen auf der Nordseite für die Ahr zu öffnen.
Eindringlich wurde Gunter Windheuser gebeten, hinsichtlich der Aufschüttung vor dem Mittepfeiler den Grund bei dem LBM dafür zu erfragen.
Auch andere Aufschüttungen am Ahrufer, die das Flussbett verengen, wurden infrage gestellt.

Ein weiteres Problem sah man bei der Eisenbahnbrücke, die dem Grunde nach eine zu geringe Durchflussmenge zulässt. Dort wünschen sich die Bürger eine Nachbesserung und genügend Ausweichflächen, um den Effekt eines Staudamms zu mildern.

Radweg

Radweg zum Schwanenteich

Der parallel verlaufene Radweg muss neu gedacht werden.
Nach den neuesten Auflagen muss der Radweg 40 m Abstand vom Ahrufer einhalten, wobei Ortsvorsteher Windheuser den Kontakt zu dem beauftragten Architekturbüro aufnehmen wird um Alternativen zu prüfen.
Die Ruhesteine, die auf Höhe des Herzog-von-Jülich-Rings am Ufer aufgestellt wurden, werden in ähnlicher Weise wieder positioniert.

Bereits im Ortsbeirat beraten wurde eine Fläche für einen Fahrrad-Pump-Trail für Mountenbiker in Höhe der Friedrich-Spee-Strasse.
Hier wird die Stadtverwaltung gebeten, dieses Vorhaben zu unterstützen. Dabei handelt es sich um einen naturbelassenen Parcours ähnlich einem Skaterpark, allerdings ohne Beton und ohne feste Bebauung.

Die Mensa

Leider wurde durch die Ahrflut die neue Mensa derart zerstört, sodass deren Abriss die Folge war.
Man wünscht sich an gleicher Stelle den Wiederaufbau, jedoch in hochwassersicherer Ständerbauweise.

Der Park im Herzog-von-Jülich-Ring

Angeregt von Anwohnern der Hohenstaufenstraße war eine neue Bepflanzung des Parks im Herzog-von-Jülich-Ring.
Man wünscht sich möglichst bald eine Wiederherstellung mit Rasen und Sträuchern.

Ortsvorsteher Gunter Windheuser bedankte sich im Namen des Ortsbeirates bei allen beteiligten Bürgerinnen und Bürger für ihre Ideen und Anregungen.

In den kommenden Ortsbeiratssitzungen werden diese Themen weiter diskutiert und erläutert werden.

AG –
Fotos: AG

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